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Overnighter am Hausgewässer

Lukas Schörgendorfer

Mein anglerisches Frühjahr ist bisher leider nicht wirklich nach Wunsch verlaufen. An meinem neuen Gewässer konnte ich bis jetzt nur einen kleineren Karpfen fangen. Am Fluss war ich heuer leider noch gar nicht erfolgreich. Wegen des steigenden Wasserstandes und des, wegen des Schmelzwassers kälter werdenden Wassers am Fluss, entschied ich mich für einen Overnighter an meinem Hausgewässer.

Das Gewässer:

Bei diesem Gewässer handelt es sich um einen 6 ha großen, sehr verschlammten See. Der See ist ein klassischer Vereinssee, welcher sehr gut, wenn nicht sogar überbesetzt ist. Der Großteil des Bestandes ist unter 10 kg schwer. Es gibt noch ein paar Fische zwischen 10 und 14 kg. 15+ kg Fische sind hier schon eher die Ausnahme. Dafür sind fischreiche Nächte mit über 10 Fischen möglich, aber nicht selbstverständlich.

Der Zeitpunkt der Session:

Da an meinem Hausgewässer der Angeldruck an den Wochenenden oft sehr hoch ist, verlege ich meine Sessions eher unter die Woche. Um den Overnighter entsprechend vorbereiten zu können, habe ich den Donnerstag als Angeltag ausgewählt. So konnte ich meine Angelplätze dreimal unbeobachtet vorfüttern und war am Angeltag selbst alleine am See.

Die Platzwahl:

Für meine Sessions wählte ich einen Bereich, der in den Tagen zuvor, nicht sehr stark befischt wurde. Es war für die ganze Woche Westwind gemeldet. Folglich habe ich mir einen Platz ausgesucht, der in der Nähe der Westbucht des Sees liegt. An diesem Platz ist es mir möglich eine Rute an der flachen Uferkante zu platzieren und die zweite im etwas tieferen Seeteil. 

Das Futter:

Als Köder für diese Session habe ich den 50/50 Mix in 20 und 24mm mit Spanish Red/Mullberry Flavour aus der Bait Service Range gewählt. Bei diesem Boilie weiß ich einfach, dass er um diese Jahreszeit perfekt funktioniert. Er ist für die große Anzahl an kleinen Fischen im See nicht so interessant. Als Beifutter während des Angelns verwendete ich lediglich 3 Boilies in einem PVA Strumpf, um nicht zu viele Fische auf den Platz zu bekommen. Als Hakenköder kam auf eine Rute ein 50/50 Balanced Hookbait und die andere bestückte ich mit einem Sc hneemann, bestehend aus einem 20 mm Boilie und einem gelben 14mm Popup.

Die Zielsetzung:

Für eine Session, bei der ich nicht instant angele, sondern vorgefüttert habe, setze ich es mir an diesem See immer als Ziel einen Fisch über 15 kg zu fangen. Es macht meiner Meinung nach wenig Sinn, sich bei nur einer Nacht höhere Ziele zu stecken, die hier nicht zu realisieren sind. 

Der Ablauf des Overnighters:

Am Angeltag selbst habe ich früh morgens noch einmal gefüttert, um dann kurz nach Mittag an den See zurückzukehren. Bereits bei meiner Ankunft zeigten sich einige Fische rechts von mir in einer Bucht.Ein gutes Zeichen, dass ich mit meiner Platzwahl richtig gelegen habe.

In den ersten Stunden nach dem Auslegen der Ruten blieb es zu meiner Verwunderung ruhig, obwohl immer wieder Fische in meinem Areal gerollt sind. Ab ca. 16 Uhr überschlugen sich die Ereignisse und es kam immer wieder zu Doppelläufen.

Die Rute im flachen Wasser erwies sich als die deutlich produktivere. Bis zum Einbruch der Dunkelheit konnte ich bereits 9 Karpfen landen. Darunter waren auch zwei schöne Spiegelkarpfen mit 14,3 kg und 14,8 kg.

In der Nacht ging es mit den Bissen weiter. Ein Schuppi mit 16,6 kg bildete mein Highlight der Nacht und ab 3 Uhr hatte ich keine Rute mehr im Rennen. Da ich am nächsten Morgen zur Arbeit musste, wollte ich wenigstens noch ein paar Stunden Schlaf bekommen.

Mein Ziel hatte ich erreicht, denn ich konnte einen Fisch mit über 15 kg fangen. Außerdem gelang es mir, die vielen kleinen Fische des Gewässers von meinen Spots größtenteils fern zu halten. An einem derart gut besetzten See, ist es oftmals schwierig alle kleinen Fische auszuschließen, aber die Vorbereitungen machten sich auf jeden Fall bezahlt.
Tight lines,
Lukas



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