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Familienurlaub nach Plan

Stefan Pirker

Aufgrund der Corona Situation fiel heuer der Urlaub in den Süden ans Meer sprichwörtlich ins Wasser. Also musste eine Alternative her. So entschieden wir uns dazu,  4 Nächte  an einem Paylake zu buchen. Das Gewässer hatte ich letztes Jahr zum ersten Mal mit einem Freund bereits benagelt. Zum Glück konnte ich eine Stelle buchen, die mittig am See gelegen ist,  von dem aus links eine Bucht reingeht, an der es zwar noch zwei weitere Angelplätze gibt, diese aber von den Anglern nicht so gerne gebucht werden (Stichwort - Komfortzone verlassen). Dies spielte mir super in die Karten, weil ich vermutete, dass die Fische dort reinziehen um dem Angeldruck zu entfliehen. Der Plan war es, tagsüber Zeit mit der Familie zu verbringen, und die in der Nähe gelegenen Freizeitaktivitäten zu genießen (Baden und Co.) und nachts zu angeln.

Nach einer Anfahrtszeit von etwas über einer Stunde begann ich damit alles aufzubauen. Parallel  legte ich schon  meine Boilies in Seewasser ein, um diese einzuweichen. Aufgrund des herrschenden Angeldrucks hat sich diese Herangehensweise auch schon im letzten Jahr bewährt.

Als das Camp stand, begann ich mit der Location. Mit an Bord mein vierjähriger Sohn, der mir mit Begeisterung zur Seite stand. Bei der Spotwahl achtete ich darauf, Bereiche zu wählen die für andere Angler unattraktiv erscheinen.

Aus taktischen Gründen wählte ich zwei Plätze am Eingang der Bucht, die ich mit wenig Futter 3 Tage lang vorbereitete. Dazu kamen einerseits der Mega Spice & Seed in 24mm, und andererseits der Mixed Birdfood in 24mm zum Einsatz.

Des Weiteren suchte ich mir eine geeignete Stelle, welche ich mit dem Hot Fish & Gammarus auf Wurfweite am eigenen Ufer sofort benageln wollte. Ich wählte bewusst diesen Boilie, da dieser sehr attraktiv ist, und für mehr Aktion sorgt, um die Stimmung meines Sohnes aufrechterhalten zu können.

Als die erste Nacht hereinbrach, brachte ich die Eisen ins Feuer.

Ich genoss noch etwas die herrliche Sommernacht, ehe ich mich schlafen legte.

Gegen 1:00 Uhr endlich der ersehnte Biss.

 19,3 KG – Hot Fish & Gammarus

Am nächsten Tag nach dem Frühstück kurbelte ich meine Ruten wieder ein, fuhr mit meinem Sohn die Plätze mit dem Boot ab, um diese mit etwas Futter zu versorgen. So konnten die Fische tagsüber in Ruhe meine Plätze aufsuchen und Vertrauen aufbauen.

Wir verbrachten unterdessen die heißen Tagesstunden an einem wunderschönen Naturbadeteich, welcher ein Paradies für Kinder ist.

Als wir am Abend wieder am See ankamen, half mir mein Sohn die Ruten zu beködern, welche im Anschluss wieder im Wasser landeten. Ähnlich wie in der vorherigen Nacht, kreischte der Bissanzeiger gegen halb 2 in der Früh. Zum Vorschein kam ein weiterer Schuppenkarpfen mit 17,1 kg, den mein Sohn genaustens unter die Lupe nahm.

 17,1kg – Hot Fish & Gammarus

Am nächsten Vormittag wiederholte ich die Prozedur vom Vortag.

Am Abend entschloss ich mich meine zwei Plätze am Eingang der Bucht zu benageln, und mit der dritten Rute weiter die Stelle zu befischen, die mir schon zwei schöne Fische brachte.

Die Ruten lagen kaum eine Stunde als sich der Bissanzeiger meldete. Dieses Mal drillte ich den Fisch vom Boot aus. Kaum saß ich im Boot, da feuerte die Nächste ab. Doppelrun!

Während ich den ersten Fisch im Drill hatte, nahm meine Frau die zweite Rute auf. Nach einem aufregenden Drill  kam ein wunderschöner Spiegler der 25kg+ Kategorie im Schein der Kopflampe zum Vorschein. Im Hinterkopf das an der anderen Rute ein weiterer Fisch abgelaufen war, schlitzte mir der Fisch gerade in dem Moment, als ich ihn Keschern wollte. Ich konnte es kaum fassen. Fassungslos eilte ich ohne Fisch in den Maschen zurück, um den anderen Fisch zu drillen, doch leider stieg auch dieser aus. Der Ärger war riesengroß. Doch für Trübsal blasen war keine Zeit, denn ich musste beide Ruten neu Auslegen.

Es dauerte keine zwei Stunden, als die Rute mit dem Mega Spice & Seed erneut losging. Diesmal konnte ich als glücklicher Sieger hervorgehen. Das Ergebnis: 22,3kg Schuppenpower

 22,3kg – Mega Spice & Seed

Als der Fisch versorgt war, und alles für den nächsten Biss wieder startklar gemacht wurde, legte ich mich wieder aufs Ohr. Doch an schlafen war nicht zu denken. Der Mega Spice & Seed Boilie zeigte erneut was in ihm steckt und so konnte ich nach kurzem Drill einen weiteren 20+ Schuppenkarpfen auf meiner Habenseite verbuchen.

 23,5kg – Mega Spice & Seed

Voll erschöpft entschied ich mich dazu diese Rute nicht mehr neu zu fahren, sondern lediglich mit zwei Hände voll Boilires nach zu füttern um dem Platz bis zur letzten Nacht Ruhe zu gönnen. Immerhin waren noch zwei Ruten im Rennen. Gegen vier Uhr sollte ich noch ein letztes Mal in dieser Nacht geweckt werden. Dieses Mal war es die Uferrute mit einem Hot Fish & Gammarus Boilie am Haar. Nachdem ich den Fisch zum ersten Mal im Kescher begutachtete, war ich mir noch nicht über dessen Ausmaß im Klaren. Die Waage belehrte mich eines Besseren. Der Zeiger blieb bei 27 kg stehen. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht legte ich mich wieder hin.

27kg – Hot Fish & Gammarus

Am letzten Tag stand ein Besuch meines Schwagers und seiner Frau an. Also Plätze mit Futter versorgen und schon ging es los. Es war die richtige Entscheidung den Angelplatz zu verlassen, denn unser Nachbar berichtete uns, dass es währenddessen ein heftiges Unwetter mit Sturm und Hagel gegeben hatte, welches wir so umgehen konnten. Als ich so mit ihm ins Gespräch kam, konnte ich erfahren, dass er leider kein „Glück“ hatte und mit einem Blank abreisen musste. Das bestärkte mich in meiner Annahme, alles richtig gemacht zu haben.

Die letzte Nacht stand bevor, ehe wir am nächsten Morgen abreisen mussten. Was soll ich sagen: Ich wurde wieder mit drei tollen Fischen belohnt.

18,5kg – Birdfood

 19,8kg Hot Fish & Gammarus

Bild 24kg Mega Spice & Seed

Was für ein verrückter Familienurlaub. Ein besonderer Dank noch an meine  Frau, die fürs Fotografieren herhalten musste.

 

Stefan Pirker



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